Krankheitsbilder, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten

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Aneurysmen - lokale Erweiterungen von Blutgefäßen

 Aneurysmen (altgriechisch, Aufweitung) sind sachförmige, lokale Erweiterung von Arterien, die den Patienten entweder durch ihre raumfordernde Wirkung oder durch eine Ruptur mit resultierender Blutung bedrohen. Das Institut für Neuroradiologie bietet alle verfügbaren endovaskulären Therapieformen für intrakranielle (innerhalb des Schädels lokalisierte) Aneurysmen an.
(Coiling, stentassistiertes Coiling, Flussteilerstents, intraaneurysmatische Flussteiler WEB)

Arteriovenöse Malformationen (AVM) - angeborene Fehlbildung der Blutgefäße

AVM sind angeborene Fehlbildungen der Blutgefäße, sogenannte „Gefäßknäuel“, mit direkter Kurzschlussverbindung von Arterien und Venen. In Folge derer kommt es zu einer Druckerhöhung im venösen System, während dem Gehirn über den Kurzschluss gleichzeitig arterielles Blut entzogen wird.
Die daraus resultierende, sehr unterschiedliche Symptomatik reicht von Kopfschmerzen über Krampfanfälle bis hin zu Blutungen im Gehirn. Eine Therapie muss nicht immer erfolgen. In Fallen wo dies aber nötig und sinnvoll ist, können in Zusammenarbeit mit Neurochirurgie sowie Strahlentherapie alle modernen Therapien -auch in Kombination- angeboten werden.

Behandlung akuter Schlaganfälle

Der Schlaganfall (auch Gehirnschlag) ist gekennzeichnet durch den Verschluss einer Hirnarterie und ist ein medizinischer Notfall. Je nach Größe des verschlossenen Hirngefäßes kommt es zu neurologischen Funktionsausfällen wie Sprachstörungen oder Lähmungen.

Die medikamentöse Auflösung hat wenig Erfolg, ist ein Hauptstamm über einen längeren Abschnitt verschlossen. Dies kann durch endovaskuläre Verfahren sinnvoll ergänzt werden, bei denen das Blutgerinnsel mechanisch aus dem betroffenen Gefäß entfernt wird. Je früher die gezielte Therapie eingeleitet wird, desto größer ist der zu erwartende günstige Effekt.

Stentangioplastie - Beseitigung von Verenungen der Hals- und Hirnarterien

Beseitigung von Verengungen der Hals- und Hirnarterien (Stentangioplastie)
Verengungen der Halsarterie haben oftmals Arteriosklerose, als auch Verletzungen der Halsarterien zur Folge und sind häufig die Ursache von Schlaganfällen und Durchblutungsstörungen des Gehirns.
Vorsorgend beseitigt werden können diese minimalinvasiv, durch Implantation einer flexiblen Gefäßstütze, eines sog. Stents.

Durale Arteriovenöse-Fisteln

In einigen besonderen Fällen, unter anderem als Folge von Druckerhöhung oder Thrombose im Venensystem, kann es zu einer Öffnung kleiner Kurzschlussverbindungen an der harten Hirnhaut kommen. Überströmendes Blut kann entweder unerkannt zu einer Druckerhöhung in den Venen führen, andernfalls  treten Symptome auf, die von lokalen Ausfällen wie Schwindel oder Sehstörungen bis hin zu einer globalen Hirnleistungsminderung mit  intellektuellem Abbau und Gedächtnisstörung reichen. Zudem kann ein pulsatiles Ohrgeräusch auf die Existenz einer duralen AV-Fistel hinweisen. Verharrt das Blut in der Augenvenenregion, ähnelt die Symptomatik einer Bindehautentzündung mit Schwellung und Rötung.

Schmerztherapie

Zu therapeutischen als auch diagnostischen Zwecken gibt es die Möglichkeit, bildgesteuert gezielt eine medikamentöse Umflutung, resultierend in der Ausschaltung einzelner Nervenwurzeln entlang der Wirbelsäule, zu erzielen.

Bei Bandscheibenvorfällen, welche zu einer schmerzhaften aber sonst nicht kritischen Kompression von Nervenwurzeln führen, kann dies zum Beispiel durchgeführt werden. Beruhen Schmerzen von den kleinen Wirbelgelenken her, sind derartige Injektionen zuweilen geeignet, kontinuierlich Linderung zu schaffen.